Auf Zoom gut aussehen: 5 super Tipps

Ein weiterer Artikel zu der Frage: Wie schaffe ich ein gutes Bild von mir bei Video-Konferenzen?

Meine fünf (ausführlichen) Gedanken dazu.

Ich weiß, es ist schon viel geschrieben worden zu „Zoom“ in den letzten Monaten und zu der Frage, wie frau es schaffen kann, bei Zoom-Konferenzen gut auszusehen. Aber eben noch nicht von mir! Haha…

Und du liest jetzt gerade hier, bei mir und bist ja vielleicht auch aus dem Grund hier, weil du wissen möchtest, wie ich an diese Frage herangehe.

Also: Meine fünf Gedanken/Tipps zu „Wie sehe ich gut aus auf Zoom?“

(Ich verwende Zoom hier natürlich als Synonym für alle anderen Videokonferenz-Tools, das ist klar, oder? Was du für dich aus diesem Artikel ziehst, gilt sogar in den allermeisten Fällen auch, wenn es dir mehr darum geht, Fotos oder Videos von dir zu machen.)

 

Der erste Punkt ist gleich der megawichtigste (auch auf die Gefahr hin, dass du danach nicht mehr weiterliest, weil du denkst, okay, sie hat mir das wichtigste schon gleich am Anfang erzählt, kann ich mir den Rest sparen…. ;-) ist mir egal, für mich muss jetzt das Wichtigste direkt an den Anfang): Das Entscheidende, ob du auf Zoom gut rüberkommst, ist nicht deine Kleidung, dein Makeup oder deine Juwelen: Nein, es ist der Winkel!

 

Am besten wirkst du auf Zoom, wenn die Kamera auf der Höhe deiner Augen ist.

Schau also an deinem Gerät, wo sitzt die Kamera? Und dann schichtest du so lange Bücher an den Platz, an dem du sitzen willst, bis du der Kamera direkt ins Augen blicken kannst (ihr also auf einer Höhe seid). Das macht sooo einen Unterschied, probiere es aus! (Kennerinnen der Szene schwören übrigens auf Bügelbretter, weil sie so toll höhenverstellbar sind und man sie leicht in der Wohnung hin- und hertragen kann, um den richtigen Platz zu finden für – und damit kommen wir zum …..)

 

Zweiten Punkt:

Dein Hauptlicht muss von vorne kommen.

Am tollsten ist Tageslicht, das dich direkt von vorne bestrahlt. Also setze dich vor ein großes Fenster. Oder platziere deine Ringlampe etwas oberhalb von dir direkt vor dich.

Vorsicht beim Tageslicht (getestet exklusiv für dich von mir ;-)): Wenn plötzlich die Sonne durch die Wolken kommt, dann sieht man dich überhaupt nicht mehr!

Hierfür habe ich aber auch einen tollen Tipp für dich: Decke den Bereich deines Fensters direkt vor dir mit einem großen Stück Pappe ab (bei mir sind es zwei dünne Matten, die mein Mann zum Isolieren von Ich-kann-mich-nicht-mehr-erinnern gekauft hatte). Das Licht kommt dann nur noch von vorne-oben, aber das reicht völlig aus, um dich gut zu beleuchten.

 

Kommen wir zum dritten Punkt: Deine Kleidung macht natürlich auch etwas aus, wie du auf Zoom gut rüberkommst. Grundsätzlich gilt natürlich, was im „real live“ auch gilt: Kleide dich dem Anlass entsprechend. Kleide dich in etwas, in dem du dich wohlfühlst.

Hier gibt es aber noch ein paar weitere Anregungen von mir.

Denke daran, dass deine Gegenüber auf ihrer Seite der Kamera nur diesen kleinen Ausschnitt von dir sehen: einen Teil deines Oberkörpers, dein Gesicht und deine Haare. Sie wissen nicht, was ansonsten um dich herum ist oder wie du dich normalerweise kleidest (vor allem, wenn sie dich nicht kennen!). Irritierend finde ich im Kamerabild Folgendes:

  • Tiefer Ausschnitt, dessen Ende nicht mehr vom Bild erfasst wird (das Auge mag’s lieber, wenn es weiß, wo was zu Ende ist)
  • ganz helle Kleidung vor einem hellen Hintergrund (und du hast dann auch noch helle Haut). Genau das gleich gilt, wenn du dunkle Haut hast, sehr dunkle Kleidung trägst und vor einem dunklen Hintergrund sitzt. Dann verschwindest du zu sehr im Hintergrund; dein Gegenüber, was dich ja sowieso nur 2 D statt 3 D sieht, erkennt zu wenig von dir.
  • Ich trage normalerweise gerne lange offene Strickjacken, finde aber, dass sie auf den Zoombildern auch nicht so gut rüberkommen (gleiche Begründung wie oben: das Auge mag wissen, wo was zu Ende ist). Statt dessen lieber: Pulli, Bluse, Shirt.
  • Muster in deinem Oberteil, starke Muster oder auch Aufdrucke auf deinem Oberteil können den Blick ziemlich durcheinanderbringen und zu stark ablenken von dem, was du zu sagen hast (gilt ganz besonders für deine Business-Zooms). Hebe dir deine coolen Muster für Treffen im real life auf ;-).

 

Vierter Punkt:

Farben auf Zoom werden geschluckt.

Damit meine ich, dass die Farben dumpfer und gedämfter wirken. Das liegt natürlich sehr stark an der Kamera, die du verwendest und an dem Endgerät deiner Gegenüber-Menschen.

Meine allgemeine Erfahrung ist aber so, dass du ruhig ein bisschen mehr auf ein leuchtende Farbe setzen kannst, auch wenn du sonst eher vorsichtig bist bei kräftigen Farben. Ich hatte zum Beispiel mehrere Male ein graulila Oberteil an, was ich sonst sehr schön finde, auf dem Bildschirm war es aber buäähh.

Dann trug ich ein anderes Mal einen mintfarbenen Pulli, der in echt ziemlich kräftig ist, und auf Zoom kam es gut an. Ich sah frisch und freundlich aus.

Gleiches gilt für Makeup.

Auch wenn du dich sonst nicht oder nur sehr wenig schminkst, würde ich dir empfehlen, für die Videokonferenz ein bisschen Makeup aufzutragen. Dabei ist es gar nicht so wichtig die Augen zu betonen, weil sie eh (und gerade wenn du eine Brille trägst) nicht sehr gut zu sehen sind. Ich habe gute Erfahrungen mit ein bisschen Rouge (macht dein Gesicht lebendiger) und etwas Lippenstift gemacht. (Aber mein Mund ist auch wirklich sehr klein und es ist sowieso gut, ihn etwas zu betonen. Wenn du einen großen Mund hast, magst du das vielleicht gar nicht machen, weil du das Gefühl hast, dein Mund wird dadurch nur noch mehr betont im Videoausschitt. Dann lass es natürlich.)

 

Und zum fünften Punkt:

Du bist toll, so wie du bist!

Das ist nur ein Bild von dir!

Das ist nicht die allumfassende ewig geltende Wirklichkeit, sondern nur dieser eine Zoom-Ausschnitt, auf den du da jetzt gerade schaust!

Lächle dich an!

 

(Damit meine ich, dass du so viel mehr bist als dieses Kamerabild, das du gerade während des Zoom-Meetings die ganze Zeit anschaust und das dir vielleicht heute gerade nicht gut gefällt. Weil du denkst, dass deine Haare besser liegen könnten. Oder dir auffällt (wie es mir vor kurzem mal ging), dass du vergessen hast, deinen kompletten Schmuck anzuziehen. Oder (auch das passiert mir oft, wenn jemand eine berührende Geschichte erzählt), dass du deine Augen komisch findest (ich denke immer, ich sehe so aus, wie wenn ich gleich anfangen müsste zu weinen)). Du bist so viel mehr als dieses Bild von dir!!

 

Alles Liebe

    Deine Stefanie

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