Warum ich nie mehr eine Diät machen würde

Nach einer besonders berührenden Stunde mit meiner Körpertherapeutin habe ich mir selbst einen Kuchen gebacken! Ein Selbstliebekuchen!
Als ich 11 Jahre war, habe ich mit meiner Mutter zusammen das erste Mal eine Diät gemacht.
Wenig später haben wir eine andere Diät ausprobiert, Vollkornreis mit verschiedenen einzelnen Zutaten – ich kann bis heute keinen Vollkornreis essen….🤢.
 

Wann war deine erste Diät? Auch schon als Kind?

 
Zur Verteidigung meiner Mutter möchte ich sagen, dass sie selbst als Kind fürchterlich gehänselt worden ist und in meiner frühen Körperentwicklung etwas sah, was sie an ihre eigene Jugend erinnerte. Und es waren die Achtziger, radikale Diäten waren „in“.
 
Natürlich hat mir diese frühe Bewertung meines Körpers als „pummelig/wenn du schlanker bist, bist du viel hübscher“ einen Schaden zugefügt. Ich mochte meinen Körper jahrelang nicht. Ich bezeichnete mich selbst als dick/zu dick.
 

Meine Stilberatung hat mir die Augen geöffnet über meine Figur.

 
Erst in meiner Stilberatung lernte ich wirklich hinzusehen und meinen Körper wertfrei zu betrachten und zu analysieren.
Ich lernte, dass meine Schultern total schmal sind und ich begriff zum ersten Mal, dass Oberteile in Größe 42/44, wie ich sie bis dato getragen hatte, viel zu groß für mich waren!
Ich hatte mir mit meiner Kleidung eine Silhouette geschaffen, in der ich ungefähr 10 Kilo schwerer wirkte, als ich in Wirklichkeit war.
 

Danach war Schluss mit Diäten!

 
Mit etwa 30 habe ich aufgehört, über Diäten zu lesen oder nachzudenken.
Vom Abnehmen träumen tue ich heute noch manchmal, obwohl ich das natürlich totalen Quatsch finde (aber diese Glaubenssätze von „wenn ich 10 Kilo schlanker wäre, dann wäre mein Leben noch mehr in Ordnung“ sitzen einfach tief).
 
Erfreulicherweise hat mir meine Familie gleichzeitig auch beigebracht, Essen zu genießen. Meine Mutter kocht großartig und hat mir viel beigebracht.
 

Der Finger im Video ist übrigens meiner… 😄

 
WERTFREI – so soll es in meiner „Love-your-Makel-Challenge“ auch zugehen, die am Gründonnerstag in meiner Facebookgruppe startet.
 
Die meisten von uns sind ja sehr schnell an der Hand mit Abwertungen zum eigenen Körper. Du womöglich auch?
 

Ich starte eine Challenge! Vielleicht magst du ja dabei sein?

 
Deswegen habe ich meine Challenge die „Love-your-Makel-Challenge“ genannt. Wir sortieren unsere Kleidung, ja, aber wir tun es in einer bestimmten inneren Haltung unserem Körper und vor allem unseren Makeln gegenüber.
Wir werden uns darin üben zu schauen, aber nicht zu werten.
 
Kleines Beispiel?
Wenn ich den Pulli von vor 3 Jahren anprobiere und ich stelle fest, dass er nicht mehr passt.
Möglichkeit A: „Ahhh, Sch… ich bin echt zu dick geworden, hätte ich mir auch denken können, dass der jetzt nicht mehr über diese Speckrollen geht. Ich hätte nicht so oft Pizza essen sollen die letzten Wochen, ich bin so undiszipliniert…
Möglichkeit B: „Okay, der Pulli passt nicht mehr. Kann ich ihn weitergeben oder ist er dazu nicht mehr gut genug?“
 
Du denkst, so wie Möglichkeit A redet aber doch niemand mit sich selbst? Und mit welchen Worten bezeichnest du dich selbst manchmal so?
 
Alles Liebe
Stefanie

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